Definition

Bei einem Normaldruckglaukom befinden sich die Augeninnendruckwerte im Normalbereich, trotzdem ist für die betroffene Person der Augendruck vermutlich zu hoch. Als Auslöser dieses Glaukoms wird eine Fehlregulation der Blutversorgung vermutet. Eine Korrelation mit Durchblutungsstörungen des Sehnervs und niedrigem Blutdruck besteht. Es
handelt sich streng genommen um eine vaskuläre Neuropathie, die eine interdisziplinäre Behandlung bedarf.

Symptome

Eine Fehlregulation der Blutversorgung äussert sich unter anderem durch kalte Hände und Füsse, Tinnitus, niedrigen Blutdruck, vermindertes Durstgefühl, Einschlafstörungen und Migräne. Wird durch das Normaldruckglaukom der Sehnerv beschädigt, verschlechtert sich das Sehvermögen. Die Sehverschlechterung wird durch ihren langsam fortschreitenden Verlauf meist erst sehr spät erkannt.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt mit dem Ziel, den Augeninnendruck zu senken. Dafür können Augentropfen oder Medikamente ausreichen, es kann aber auch eine Operation zur Senkung des Drucks notwendig sein.