Fuchs-Endotheldystrophie im Vistapedia - Naschlagen auf VISTA.ch

Definition

Die Fuchs-Endotheldystrophie ist eine beidseitige Erkrankung der hintersten Schicht der Hornhaut. Die dort normalerweise zahlreich vorhandenen Endothelzellen nehmen ab – altersbedingt oder nach Operationen. Dadurch kann die Flüssigkeit, die in die Hornhaut gelangt, nicht mehr abtransportiert werden. Die Hornhaut wird dicker und trübt ein.

Symptome

Durch die Eindickung und Trübung der Hornhaut ist die Sicht vor allem nach dem Aufstehen oder in den frühen Morgenstunden verschwommen. Im Laufe des Tages verbessert sich die Sicht oft.

Behandlung

In frühen Stadien erfolgt die Behandlung mittels Medikamenten, mittelfristig muss mit einem chirurgischen Eingriff gerechnet werden.

Descemet membrane endothelial keratoplasty (DMEK) = Endotheltransplantation
Die DMEK ist die modernste Technik der Endotheltransplantation. Bei ihr wird nur noch der hinterste Teil der erkrankten Hornhaut entfernt und durch ein Transplantat derselben Dicke – circa zehn Mikrometer – ersetzt. Diese Technik stellt praktisch vollständig die natürliche Anatomie wieder her und geht meist mit einer exzellenten Sehleistung und schneller Rehabilitation einher. Bei der DMEK wird das Transplantat nur mit Luft oder Gas von hinten angedrückt – auf eine Naht kann verzichtet werden. Diese Technik eignet sich vor allem für unkomplizierte und nicht voroperierte Augen.

Descemet stripping automated endothelial keratoplasty (DSAEK) = Endotheltransplantation
Bei dieser Technik wird der hinterste Teil der Hornhaut – das sogenannte Endothel – und die Descemet Membran entfernt und durch ein circa 100 Mikrometer dickes Transplantat ersetzt. Dieses wird durch eine schmale Öffnung ins Auge eingeführt und mit Luft von hinten an die Hornhaut angedrückt. Das Transplantat saugt sich von selbst fest und es braucht in der Regel keine Nähte. Dadurch, dass nur ein Teil des Auges eröffnet wird, ist die Wunde viel stabiler und die Heilung erfolgt viel schneller als bei einer perforierenden Keratoplastik. Zudem wird die Hornhautoberfläche nur geringfügig verändert, so dass eine schnelle visuelle Rehabilitation gewährleistet ist.

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