Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Ursachen und Therapie

Die Makula ist die wichtigste Struktur im Auge, um scharf zu sehen und damit besonders wichtig beim Lesen und um feine Details zu erkennen. Sie ist das Zentrum der Netzhaut.

Kommt es mit zunehmendem Alter zu Störungen der Makula und der darunterliegenden Schichten, können die Hauptfunktionen der Makula in unterschiedlichem Ausmass beeinträchtigt werden: Die zentrale Sehschärfe nimmt ebenso ab wie der Kontrastsinn, die Mustererkennung und die Farbwahrnehmung.

Das betroffene Areal ist rund fünf Quadratmillimeter gross, besitzt die höchste Dichte an Sehzellen und hat damit eine sehr hohe Stoffwechselaktivität.

Verlaufsformen der AMD

Die AMD kann unterschiedliche Verlaufsformen zeigen. Frühe und mittlere Formen führen hauptsächlich zu Unregelmässigkeiten auf dem äussersten Blatt der Netzhaut und zu Ablagerungen unter der zentralen Netzhaut, den sogenannten Drusen. Diese trockenen Veränderungen bilden sich langsam über Jahre hinweg und können auch an einem beliebigen Zeitpunkt in ihrer Entwicklung nur noch wenig voranschreiten. Oftmals bemerkt der Patient bis dahin nichts oder nur wenig von seiner Erkrankung.

Für alle Formen der AMD, auch die fortgeschrittenen Stadien, gilt jedoch: Die Beeinträchtigungen des Sehens betreffen stets nur das Zentrum; das periphere Sehen und somit die Orientierung bleiben immer erhalten.

Therapie

Zur Behandlung der feuchten AMD gibt es seit einiger Zeit in der Schweiz zugelassene Medikamente und Methoden. Substanzen gegen die trockene AMD befinden sich noch in Testphasen.

Trockene AMD

Die trockene AMD schreitet langsam voran. Aus diesem Grund dauern Studien entsprechend lange, um einen positiven Effekt der eingesetzten Substanzen beweisen zu können. Somit können Substanzen gegen die trockene AMD zurzeit nur bei einer Teilnahme in einer entsprechenden Studie angewendet werden.

Feuchte AMD

Die feuchte AMD ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel einer längerfristigen Therapie bedarf. Bei Nichtbehandlung oder vorzeitigem Therapieunterbruch folgt die Erkrankung ihrem natürlichen Verlauf: Es kommt zu einer ausgeprägten Vernarbung des Gewebes in der Makularegion.

Bei der rasch fortschreitenden feuchten AMD gilt wie bei vielen anderen Erkrankungen: Je früher man mit der Behandlung beginnt, desto höher sind die Erfolgschancen.

Gute Planbarkeit der medikamentösen Behandlung

Zur Behandlung der feuchten AMD stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung. Derzeit richtet sich das Hauptaugenmerk auf medikamentöse Behandlungen, bei denen das Medikament in das Augeninnere gespritzt wird. Dabei werden sogenannte Wachstumsfaktoren gehemmt, die zur Ausbildung unerwünschter Blutgefässe führen.

Da bekannt ist, wie lange die verabreichten Medikamente im Auge verbleiben, erfolgen die Behandlungen anfänglich in vierwöchigen Abständen, bis eine bestmögliche Austrocknung der Makula erreicht ist. Anschliessend wird das Behandlungsintervall individuell jedem Auge angepasst mit dem Ziel, keine sehkraftbedrohenden Rückfälle zuzulassen.

Im individuell optimalen Intervall, das in der Regel zwischen vier und vierzehn Wochen liegt, werden die Kontrollen und die Wiederbehandlung in einer Sitzung durchgeführt. Das hat den Vorteil, dass sich der Aufwand für die Patienten im Rahmen hält und die Behandlung gut planbar ist. Zudem haben neuere Studien gezeigt, dass diese Form der Behandlung bessere Sehkraftresultate zeigt als das bis vor einiger Zeit angewandte Verfahren. Bei dem anfänglichen Verfahren wurde erst wiederbehandelt, wenn sich nach den monatlichen Kontrollen zeigte, dass sich deutlich Flüssigkeit in der Makula angesammelt hatte.

In Sonderfällen können auch zusätzlich weitere Therapien zur Spritzenbehandlung dazu kombiniert werden. Hierzu sind im Vorfeld weitere Untersuchungen notwendig.

Teilnahme an aktuellen Studien möglich

Die Studienabteilung der Vista Klinik in Binningen führt laufend eigene Untersuchungen auf dem Gebiet der AMD durch und arbeitet an vielen schweiz- wie auch weltweiten Projekten mit. Oftmals können daher neue Substanzen im Rahmen von Studienteilnahmen bereits vor Zulassung des Medikamentes angeboten werden, wenn dies vom Patienten gewünscht wird.

Das Netzhautteam berät Sie bei Interesse jederzeit gerne über aktuell laufende Studien.

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Dr. med. Katja Hatz

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