Die Behandlung

Der Linsenaustausch wird schon seit Jahrzenten erfolgreich für die Behandlung des Grauen Stars eingesetzt. Ein minimaler Schnitt in die Hornhaut verschafft Zugang ins Augeninnere. Die Linsenkapsel wird vorsichtig geöffnet und der Chirurg entnimmt den Linsenkern. Die Kunstlinse wird dann in die natürliche Linsenkapsel eingesetzt. Durch den Hornhautschnitt bleibt keine Narbe zurück. Die eigentliche Operation dauert ungefähr 20 Minuten pro Auge.

Der Eingriff wird klassisch oder mit dem Femtosekundenlaser durchgeführt. Für den Aufenthalt in der Klinik mit Vor- und Nachbetreuung müssen circa zwei bis drei Stunden eingeplant werden.

Die Augen werden in Abständen von zwei bis vier Wochen operiert. Das dominante Auge wird immer zuletzt operiert.

Um das maximale Seherlebnis zu erreichen, sollten in beide Augen Mehrstärkenlinsen eingesetzt werden.

Nach der Behandlung

Nach der Implantation einer Mehrstärkenlinse folgt eine Eingewöhnungsphase an die neuen Seheindrücke, die einige Wochen dauern kann. Selbstverständlich begleitet Sie die Vista in dieser Phase. Bei Tätigkeiten, die hohe Anforderungen an das Sehvermögen stellen, wie beispielsweise das Lesen von klein gedruckten Texten oder das Autofahren bei Regen oder in der Nacht, kann eine Brille entlastend wirken. Das bedeutet, dass auch nach der Implantation einer Mehrstärkenlinse in seltenen, speziellen Situationen eine Brille benötigt wird. Komplikationen sind sehr selten und entsprechen denen der Kataraktoperation. Aber wie bei jeder Art von Operation, gibt es einige kleinere Risiken – unsere Ärzte werden Sie hierüber ausführlich aufklären.