Damit der Lidstrich richtig sitzt - die praktische Schminkbrille

Schminkbrille

Damit der Lidstrich richtig sitzt

Wir werden älter, die Haut ist nicht mehr so straff wie mit Dreissig, die Alterssichtigkeit grüsst ebenso und mit ihr wird das Schminken zu einer neuen Herausforderung. Zum Glück gibt es die Schminkbrille.
Dame mittleren Alters, mit Lockenwicklern in ihren dunklen Haaren schaut in einen kleinen Schminkspiegel. Sie zieht sich mit den Fingern an den Schläfen und zieht die Wangen ein, damit sie keine Falten mehr hat. Ihre Augen sind mit einem starken schwarzen Lidstrich geschminkt. Zudem hat sie roten Lippenstift, violette Fingernägel und ein Tattoo auf dem Arm.

Mit Adleraugen erkennen sie den kleinsten noch so weit entfernten Punkt. Doch wenn es darum geht, das Kleingedruckte auf dem Etikett zu lesen, versagen die Augen plötzlich: Die Alterssichtigkeit macht vor niemandem Halt. Dieser normale Alterungsprozess nimmt ab dem 40. Lebensjahr langsam seinen Lauf. Mit einer Lesebrille scheint das Problem aus der Welt geschaffen zu sein oder etwa nicht?

Weit gefehlt! Viele Frauen ab ungefähr 45 Jahren aufwärts kennen die alltägliche Situation – für die scharfe Sicht in die Nähe benötigen sie eine Lesebrille. Nur wie soll frau oder man sich damit schminken?

Ohne Brille erscheint das Gegenüber im Spiegel einfach unscharf. Aber man will geschminkt aus dem Haus – gut geschminkt!

Liebevoll gemeinte Tipps vom starken Geschlecht, mit aufgesetzter Brille Lidschatten und Wimperntusche aufzutragen, sind wenig hilfreich. Entweder ist danach die Brille komplett angemalt oder man sieht aus wie von der vierjährigen Tochter geschminkt worden zu sein. Steht man weiter weg vom Spiegel, sieht man sich zwar scharf, aber das mit dem Zielen wird schwierig – somit auch keine Lösung. Dann also aufs Schminken verzichten? Nein danke!

​Schliesslich gibt es die Schminkbrille. Doch wie funktioniert sie? Im Prinzip ganz einfach: Man trägt quasi immer nur ein Brillenglas, sodass man das eine Auge schminken kann, während man mit dem anderen scharf sieht. Ein Kinderspiel für uns Multitasking-Talente. Beim Schminkbrillenkauf darf dann zwischen zwei Brillenarten entschieden werden:

  • Soll es eine Brille sein, die nur ein Brillenglas hat, das man über den mittleren Nasensteg entweder nach links oder nach rechts klappen kann oder
  • eine Brille mit zwei Gläsern, die sich beide nach oben oder nach unten wegklappen lassen.

Das Gute an der Schminkbrille ist, dass sie eine sogenannte Halbrandbrille ist, also entweder eine Brillenfassung oben oder unten hat. So lässt sie viel Platz um das Auge herum um es mit grosser Handfreiheit schminken zu können.

Zwei Gläser sind besser als eines

Worauf sollten Sie beim Schminkbrillenkauf sonst noch ein aufmerksames Auge werfen? Tatsächlich gibt es einige Kriterien, die den Unterschied ausmachen. Hier einige Beispiele:

  • Wie bei der Lesebrille gibt es auch bei der Schminkbrille sogenannte Standardmodelle. Besser als eine Schminkbrille von der Stange ist allerdings eine Schminkbrille mit individuell angefertigten Brillengläsern, die Sie beim Optiker erhalten. So wird nicht nur gewährleistet, dass die Brille die Sehschwäche perfekt korrigiert, sondern auch dass sie gut sitzt.
  • Fragen Sie sich, welcher Schminktyp Sie sind. Davon hängt nämlich ab, welche Klappvorrichtung sich am besten für Sie eignet. Schminken Sie Ihre Augen eher von seitlich oben, dann ist es besser, wenn der Rahmen unten verläuft und Sie die Gläser nach unten klappen können. Oder gehören Sie zu den Frauen, die Ihre Augen eher von seitlich unten schminken? Dann sollte der Rahmen besser oberhalb des Auges verlaufen und die Gläser nach oben aufklappbar sein.

Adieu Schmink- und Lesebrille

Keine Lust mehr auf Lese- oder Schminkbrille? Hier finden Sie mehr Informationen zu Linsenimplantaten bei Alterssichtigkeit.

  • Das Brillenmodell mit einem Glas kann zuweilen als unpraktisch erachtet werden. Schliesslich möchte man gerne das Gesamtkunstwerk sehen, wenn man sich fertig geschminkt hat. Mit einem Glas wird das allerdings etwas schwierig, weshalb manche Hersteller von Einglas-Modellen abraten und den Käufern empfehlen, eine Schminkbrille mit zwei Gläsern zu erwerben.
  • Es gibt übrigens noch einen zweiten Grund, weshalb man ein Modell mit zwei Gläsern wählen sollte: Anisometropie. Das ist das Fachwort für Augen, die eine unterschiedlich stark ausgeprägte Sehschwäche haben. So kann es durchaus vorkommen, dass zum Beispiel ein Auge kurzsichtig ist und das andere weitsichtig. Ein Standardglas stellt sich in so einem Fall als wenig hilfreich heraus.

Eine Schminkbrille kann zu einem nützlichen kleinen Helfer werden für all jene, die trotz ihrer Weitsichtigkeit nicht auf ein perfektes Make-Up verzichten wollen.

Florencia Figueroa

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