Buchtipp - zwei starke Augen für Robbie - Einblick Online Magazin

Buchtipp: «Zwei starke Augen für Robbie» – von Susanne Leuppi mit Bildern von Katarína Pozorová

Mit dem Augenpflaster zum Piraten werden

Der 5-jährige Robbie ist eigentlich ein fröhlicher Junge. Dass er aber mit einem Auge nicht gut sieht, bekümmert ihn. Ausserdem fürchtet er sich vor dem bevorstehenden Besuch in der Augenarztpraxis.

Nach dem obligatorischen Sehtest im Kindergarten kommt der bald 6-Jährige Robbie ganz geknickt nach Hause: Mit einem Auge sieht er wunderbar, mit dem anderen hingegen ganz und gar nicht.

Die Verunsicherung ist gross; was kommt beim Besuch in der Augenarztpraxis auf ihn zu? Was hat es mit der Orthoptistin auf sich, die ihn empfängt? Fragen, die sich nicht nur der kleine Robbie vor seinem ersten Augenarztbesuch stellt.

 

Zum Buch

«Zwei starke Augen für Robbie»
Autorin: Susanne Leuppi
Illustrationen: Katarína Pozorová
Altersempfehlung: 0 – 6 Jahre, 1. Auflage 2011
Baeschlin Verlag, Hauptstrasse 32, CH-8750 Glarus, www.lesestoff.ch

Flair für die Sorgen junger Patienten

Werden Kinder in Robbies Alter gefragt, ob sie gern zum Arzt gehen, schütteln sie in der Regel energisch den Kopf. Warum? Unbekanntes ist schwierig. Auch der 5-jährige Protagonist hält bei der Ankunft in der Praxis an der Hand seiner Mutter nach gefährlichen Spritzen Ausschau. Umso besser für junge Patienten, vorher zu wissen, was sie erwartet.

Die Autorin Susanne Leuppi hat mit «Zwei starke Augen für Robbie» ein Buch geschrieben, das vor allem eines macht: Es erklärt den Therapieablauf bei einer festgestellten Sehschwäche.

Und auf einmal heisst es, ihr Kind braucht ein Pflaster aufs Auge oder eine Brille auf die Nase. Doch was genau erwartet es in der Augenarztpraxis? Und was passiert dann? Die Fragen Ihres Kindes werden sprudeln und mit diesem Buch können sie kindsgerecht beantwortet werden.

Spass trotz «Piratenauge»

Das Buch wendet sich an Kinder, die eine Therapie für eine bessere Sehstärke durchlaufen müssen. Durch die genauen Erklärungen der Untersuchungsabläufe, der Brillenwahl und der nachfolgenden Pflastertherapie beschreibt die merklich erfahrene Susanne Leuppi, was Kinder bei der Diagnose einer Sehschwäche erwartet. Durch die direkte Ansprache von Robbie an die jungen Zuhörer und Zuhörerinnen werden sie gleich zu Beginn in die Geschichte gelockt und miteinbezogen.

Die Bilder von Katarína Pozorová lassen das Buch in fröhlichen Farben aufleben, so dass gerade kleinere Kinder gern in den Seiten stöbern. Die munteren Kinder mit den breiten Strichmündern wirken anziehend und fordern auf, der Geschichte zu folgen.

Zwar nimmt das Bilderbuch betroffenen Kindern die mühevolle Therapie nicht ab; es kann aber die Zuversicht vermitteln, die Zeit mit dem «Piratenauge» durchzustehen. So wie es eben auch Robbie schafft.

 

Susanna Valentin

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Über die Autorin

Die 1964 in Einsiedeln geborene Autorin schloss zunächst eine Ausbildung zur Primarlehrerin ab. Aus Interesse an der Medizin suchte sie nach einem neuen Berufsfeld, wobei das Flair für die Arbeit mit Kindern bestehen blieb. Die für sie ideale Kombination fand sie in einem eher unbekannten Beruf: Sie wurde Orthoptistin.

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